Analyse: Schutzbedürftige Gruppen in unserer Wertschöpfungskette und wie wir daran arbeiten, sie zu schützen

Bei Nybo Workwear arbeiten wir gezielt mit Verantwortung entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Arbeit ist es, die schutzbedürftigen Gruppen zu identifizieren und zu verstehen, die an der Herstellung unserer Produkte beteiligt sind – und sicherzustellen, dass ihre Rechte und ihr Wohlergehen in der Praxis respektiert werden.

Auf Grundlage einer Analyse unserer Lieferantenbasis haben wir ermittelt, welche schutzbedürftigen Gruppen in unserer Wertschöpfungskette vertreten sind. Die Analyse zeigt, dass Frauen die mit Abstand größte Gruppe darstellen. Dies spiegelt die allgemeine Struktur der Textilindustrie wider, in der viele Produktionsaufgaben von Frauen übernommen werden. Gleichzeitig können Frauen in Bezug auf Löhne, Arbeitssicherheit und das Risiko von Diskriminierung besonders gefährdet sein.

Darüber hinaus sehen wir eine deutliche Präsenz von Arbeitnehmern in ländlichen Gebieten und Sonderwirtschaftszonen, in denen der Zugang zu Rechten und Behörden eingeschränkt sein kann. Mitarbeitende, die in Gewerkschaften aktiv sind oder sich in der Arbeitnehmervertretung engagieren, stellen ebenfalls eine wichtige Gruppe dar. Sie spielen eine entscheidende Rolle bei der Sicherung von Rechten, können jedoch gleichzeitig Druck oder Einschränkungen ausgesetzt sein.

In geringerem Umfang kommen auch Migranten, Heimarbeiter sowie Personen mit unterschiedlichen Identitäten oder sexuellen Orientierungen vor. Gemeinsam ist diesen Gruppen, dass es für sie schwieriger sein kann, ihre Rechte durchzusetzen, weshalb sie besondere Aufmerksamkeit erfordern.

Ein wichtiges Ergebnis der Analyse ist, dass wir in unseren direkten Lieferketten keine Personen unter 18 Jahren identifiziert haben, was auf ein geringes Risiko von Kinderarbeit in unserem aktuellen Setup hinweist.

Bedarfe und Risiken in der Praxis

Obwohl die Gruppen unterschiedlich sind, gibt es eine Reihe übergreifender Bedürfnisse, die sich durch die gesamte Wertschöpfungskette ziehen. Dazu gehören unter anderem faire Löhne, sichere und gesunde Arbeitsbedingungen, Zugang zu Beschwerdemechanismen sowie die Achtung der Vereinigungsfreiheit. Darüber hinaus ist der Schutz vor Diskriminierung und Belästigung ein zentrales Thema – insbesondere für Frauen und Personen aus Minderheitengruppen.

Für einige Gruppen, wie beispielsweise Migranten, besteht zudem ein erhöhter Bedarf an Transparenz in den Beschäftigungsverhältnissen, Zugang zu Informationen in der eigenen Sprache sowie an sicheren Rahmenbedingungen ohne Abhängigkeitsverhältnisse. Für Mitarbeitende in ländlichen Gebieten sind die Herausforderungen oft struktureller Natur und hängen mit einem eingeschränkten Zugang zu Wissen und Rechten zusammen.

Das Verständnis dieser Unterschiede ist entscheidend, um gezielt an Verbesserungen arbeiten zu können, anstatt allgemeine Maßnahmen umzusetzen.

Wie wir mit dem Schutz schutzbedürftiger Gruppen arbeiten

Hvordan vi arbejder med at beskytte sårbare grupper

Bei Nybo Workwear arbeiten wir strukturiert und risikobasiert mit unseren Lieferanten zusammen, um angemessene Arbeitsbedingungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette sicherzustellen. Alle Lieferanten sind verpflichtet, unseren Verhaltenskodex (Code of Conduct) einzuhalten, der auf internationalen Standards für Menschenrechte und Arbeitnehmerrechte basiert. Darin stellen wir klare Anforderungen, unter anderem in Bezug auf das Verbot von Diskriminierung, das Recht auf Vereinigungsfreiheit sowie sichere Arbeitsbedingungen.

Darüber hinaus arbeiten wir mit Lieferanten zusammen, die durch anerkannte Zertifizierungen wie amfori BSCI, SA8000 und OEKO-TEX® STeP abgedeckt sind. Diese Standards gewährleisten eine systematische Arbeit mit sozialen Themen und tragen zur Transparenz in der Wertschöpfungskette bei. Durch CSR-Fragebögen, Audits und einen kontinuierlichen Dialog erhalten wir Einblicke in die tatsächlichen Bedingungen und können gezielt auf konkrete Risiken reagieren.

Wir stellen außerdem sicher, dass Mitarbeitende entlang der Wertschöpfungskette Zugang zu einem Whistleblower-System haben, über das sie anonym Missstände melden können. Dies ist besonders wichtig für schutzbedürftige Gruppen, die sonst nur eingeschränkte Möglichkeiten haben, Gehör zu finden.

Gleichzeitig arbeiten wir aktiv an Zusammenarbeit und Weiterentwicklung gemeinsam mit unseren Lieferanten. Wir verstehen Verbesserungen als einen gemeinsamen Prozess, bei dem Dialog und langfristiges Engagement entscheidend sind, um echte Veränderungen zu schaffen – insbesondere für die am stärksten gefährdeten Gruppen.

Die Analyse schutzbedürftiger Gruppen gibt uns eine solide Grundlage, um unsere Maßnahmen zu priorisieren und gezielter mit Risiken zu arbeiten. Für uns geht es nicht nur darum, Anforderungen zu erfüllen, sondern Verantwortung für die Menschen zu übernehmen, die Teil unserer Wertschöpfungskette sind.