Nybo Workwears Nachhaltigkeitsziele
2026 wird ein wichtiges Jahr für Nybo Workwears Arbeit im Bereich Verantwortung und Nachhaltigkeit.
Nachdem wir 2025 erstmals systematisch mit ESG-Zielen gearbeitet haben, nutzen wir die gewonnenen Erfahrungen nun, um unsere Ziele konkreter, messbarer und enger mit der Arbeitsweise des Unternehmens zu verknüpfen.
Die Ziele für 2026 sollen sowohl kurzfristig konkrete Ergebnisse schaffen als auch dazu beitragen, unseren langfristigen Ambitionen näherzukommen. Sie umfassen deshalb konkrete Verbesserungen an Produkten und Prozessen sowie Analysen und Pläne, die eine stärkere Grundlage für zukünftige Entscheidungen schaffen sollen.
So sind unsere Ziele aufgebaut
Wir arbeiten mit drei Arten von Zielen:
- Orientierungsziele zeigen die langfristige Richtung von Nybos Arbeit.
- Entwicklungsziele schaffen die Methoden, Pläne und Prozesse, die für zukünftige Verbesserungen notwendig sind.
- Fortschrittsziele zeigen die konkreten Schritte auf dem Weg zu den langfristigen Zielen.
Das bedeutet, dass ein Ziel nicht zwangsläufig 2026 abgeschlossen werden muss. Einige Ziele sollen im Laufe des Jahres eine konkrete Verbesserung schaffen, während andere sicherstellen sollen, dass die richtigen Entscheidungen, Analysen und Prozesse vorhanden sind.
Überblick über die Ziele
Bereich | Langfristiges Ziel | Ziel und Meilenstein für 2026 |
Umwelt | CO₂-Neutralität bis 2050 | Nybos gesamte CO₂e-Emissionen dürfen 2026 höchstens 3.396 Tonnen CO₂e betragen. |
Umwelt | Interner CO₂-Reduktionsplan bis 2035 | Der Plan muss ausgearbeitet und von der Geschäftsleitung genehmigt sein sowie jährliche Zwischenziele und eindeutig verantwortliche Personen enthalten. |
Umwelt | Reduzierung des CO₂e-Fußabdrucks pro Produkt um 15% bis 2030 | Für mindestens ein Produkt oder eine Kollektion muss ein dokumentiertes Reduktionsszenario berechnet und ein Verbesserungsprozess genehmigt werden. |
Soziale Bedingungen | Alle Lieferanten zahlen bis 2040 allen Beschäftigten einen existenzsichernden Lohn | Ein strategischer Lieferant muss einem konkreten Living-Wage-Prozess mit Berechnungsmodell, Ausgangsbasis und Zeitplan zustimmen. |
Soziale Bedingungen | Ein Lieferant erhält Living-Wage-Unterstützung oder nimmt an einem Pilotprojekt teil | Der Lieferant muss ausgewählt sein, dem Prozess zugestimmt haben und über einen gemeinsam mit Nybo genehmigten Plan verfügen. |
Soziale Bedingungen | Analyse der Auswirkungen von Nybos Einkaufspraktiken | Die Analyse muss abgeschlossen sein, damit die Ergebnisse in Risikobewertungen und zukünftige Verbesserungsvorschläge einfließen können. |
Soziale Bedingungen | Gemeinsame Kategorisierung von Beschwerden bei allen Tier-1-Lieferanten bis 2028 | Gemeinsame Kategorien müssen definiert, genehmigt und für die Implementierung bei den Lieferanten bereit sein. |
Verantwortungsvolle Produktentwicklung | 10% der Produkte enthalten bis 2030 recycelte Fasern | 2026 müssen 2,5% der Produkte recycelte Fasern enthalten. |
Verantwortungsvolle Produktentwicklung | Eine vollständige Produktserie wird auf recyceltes Polyester umgestellt | Die T800-Serie wurde als erste Serie ausgewählt, und der Stoff aus recyceltem Polyester muss endgültig festgelegt sein. |
Verantwortungsvolle Produktentwicklung | Der Anteil verkaufter Produkte mit recycelten Fasern steigt | Der Anteil muss 2026 höher sein als 2025. |
Die Ziele umfassen Nybos Klimaauswirkungen, Produktentwicklung, Einkaufspraktiken und soziale Bedingungen in der Wertschöpfungskette. Gleichzeitig sind sie so aufgebaut, dass eine klare Verbindung zwischen unseren langfristigen Ambitionen und den Maßnahmen für 2026 besteht.
Umwelt: Von Berechnungen zu Reduktionen
Nybo hat bereits eine starke Datengrundlage für den CO₂e-Fußabdruck des Unternehmens und der Produkte aufgebaut. 2026 sollen diese Daten noch stärker für konkrete Reduktionen genutzt werden.
Ein zentrales Ziel ist, dass Nybos gesamte Emissionen 2026 höchstens 3.396 Tonnen CO₂e betragen. Damit entsteht ein klarer Rahmen für die Entscheidungen des Jahres und die Möglichkeit zu verfolgen, ob sich die Entwicklung in die richtige Richtung bewegt.
Gleichzeitig soll ein interner Reduktionsplan bis 2035 erstellt werden. Der Plan soll zeigen, wie die Emissionen Jahr für Jahr gesenkt werden, wer für die einzelnen Maßnahmen verantwortlich ist und welche Entscheidungen im gesamten Unternehmen getroffen werden müssen.
Diese Aufgabe kann nicht allein von der ESG-Funktion getragen werden. Reduktionen können Auswirkungen auf Lieferantenanforderungen, Produktentscheidungen, Transport, Einkaufsprozesse und Vertriebsprioritäten haben. Der Plan muss deshalb in der Geschäftsleitung verankert sein und eindeutig verantwortliche Personen benennen.
Ein konkretes Reduktionsszenario für ein Produkt
Nybo verfolgt das Ziel, den gesamten CO₂e-Fußabdruck pro Produkt bis 2030 um 15% zu reduzieren.
Daher soll 2026 mindestens ein Produkt oder eine Kollektion einen konkreten Verbesserungsprozess durchlaufen. Es muss ein dokumentiertes Reduktionsszenario berechnet und der anschließende Prozess genehmigt werden.
Dabei kann es beispielsweise um Änderungen an Materialien, Konstruktion, Transport oder anderen Faktoren gehen, die den gesamten Fußabdruck des Produkts beeinflussen.
Ziel ist es, von der Berechnung zur Umsetzung zu gelangen. Produktdaten sollen nicht nur zeigen, wo Emissionen entstehen. Sie sollen Nybo auch dabei helfen zu entscheiden, wie sie reduziert werden können.
Soziale Bedingungen: Konkretere Arbeit mit existenzsichernden Löhnen
Nybos langfristige Ambition ist, dass alle Lieferanten bis 2040 allen Beschäftigten einen existenzsichernden Lohn zahlen.
Living Wage ist ein komplexes Thema, und die Erfahrungen aus 2025 haben gezeigt, dass mehr als eine Standardberechnung erforderlich ist. Lieferanten müssen die Methode verstehen, die Datengrundlage akzeptieren und an der Entwicklung eines realistischen Zeitplans mitwirken.
2026 soll deshalb ein strategischer Lieferant einem konkreten Living-Wage-Prozess mit Berechnungsmodell, Ausgangsbasis und Zeitplan zustimmen. Gleichzeitig soll der Lieferant für ein Pilotprojekt ausgewählt werden, bei dem Nybo nicht nur Anforderungen stellt, sondern den Prozess auch unterstützt.
Das Pilotprojekt soll praktische Erfahrungen damit liefern, wie Nybo und Lieferanten gemeinsam die Lücke zwischen den derzeitigen Löhnen und einem berechneten existenzsichernden Lohn verkleinern können.
Wir untersuchen unsere eigenen Einkaufspraktiken
Verantwortungsvolle Arbeitsbedingungen in der Wertschöpfungskette hängen nicht nur vom Handeln der Lieferanten ab. Auch Nybos eigene Entscheidungen und Einkaufsprozesse können die Möglichkeiten der Lieferanten beeinflussen, ihre Produktion zu planen und angemessene Arbeitsbedingungen zu schaffen.
Deshalb führen wir 2026 eine Analyse der Auswirkungen unserer Einkaufspraktiken durch.
Die Analyse soll unter anderem die Bedeutung folgender Faktoren untersuchen:
- Forecasts und fehlende Kundenprognosen
- Lieferzeiten
- Auftragsänderungen
- Preise
- Zahlungsbedingungen
- weitere Entscheidungen, die Druck in der Wertschöpfungskette erzeugen können
Die Ergebnisse sollen in Nybos Risikobewertungen einfließen und die Grundlage für zukünftige Verbesserungsvorschläge bilden. Ziel ist nicht nur, Probleme bei den Lieferanten zu identifizieren, sondern auch zu untersuchen, wo Nybos eigene Prozesse verbessert werden können.
Besserer Einblick in Beschwerden von Beschäftigten
Alle Tier-1-Lieferanten von Nybo verfügen bereits über einen Beschwerdemechanismus, den Beschäftigte anonym nutzen können.
Der nächste Schritt besteht darin, eingehende Beschwerden einheitlicher zu erfassen. Nybo wird deshalb 2026 gemeinsame Kategorien entwickeln und genehmigen, die künftig von den Lieferanten verwendet werden können.
Eine gemeinsame Kategorisierung soll es erleichtern, Muster zu erkennen und Entwicklungen bei verschiedenen Lieferanten zu verfolgen. Kategorien können beispielsweise Lohn, Arbeitszeit, Führung, Sicherheit oder Diskriminierung umfassen.
Sobald die Kategorien festgelegt sind, sollen die Lieferanten in ihrer Anwendung geschult werden. Ziel ist, dass alle Tier-1-Lieferanten das gemeinsame Modell bis 2028 nutzen.
Verantwortungsvolle Produktentwicklung: Mehr recycelte Materialien
Nybo verfolgt das Ziel, dass bis 2030 zehn Prozent der Produkte recycelte Fasern enthalten.
2026 soll der Anteil 2,5% erreichen. Gleichzeitig soll der Anteil verkaufter Produkte mit recycelten Fasern höher sein als 2025.
Einer der wichtigsten Schritte des Jahres ist die Umstellung der T800-Serie von konventionellem Polyester auf recyceltes Polyester. Die Serie macht einen bedeutenden Anteil von Nybos Absatz aus, weshalb die Umstellung einen spürbaren Einfluss auf den gesamten Anteil von Produkten mit recycelten Fasern haben wird.
Die T800-Serie ist zugleich die erste vollständige Serie, die umgestellt wird. Das Projekt soll daher sowohl eine konkrete Verbesserung schaffen als auch Erfahrungen liefern, die bei der Auswahl und Umstellung der nächsten Produktserie genutzt werden können.
Die Ziele erfordern Entscheidungen im gesamten Unternehmen
ESG-Ziele schaffen erst dann Wert, wenn sie die Entscheidungen des Unternehmens beeinflussen.
Mehrere Ziele für 2026 erfordern deshalb die Zusammenarbeit von Geschäftsleitung, Design, Supply Chain, Vertrieb und ESG. Einige Produktentscheidungen müssen möglicherweise angepasst werden. Lieferanten müssen in neue Prozesse einbezogen werden. Auch bestehende Arbeitsweisen können Änderungen erfordern.
Genau das ist beabsichtigt.
Die Ziele sollen nicht neben dem Geschäft stehen. Sie sollen Nybo dabei helfen, Verantwortung in Produktentwicklung, Einkauf, Lieferantenzusammenarbeit und Managemententscheidungen zu integrieren.
So verfolgen wir die Entwicklung
Wir verfolgen den Fortschritt der Ziele kontinuierlich und aktualisieren unser ESG-Universum, wenn neue Ergebnisse, Entscheidungen oder Erfahrungen vorliegen.
Das bedeutet auch, dass wir offen über Bereiche berichten werden, in denen die Arbeit länger dauert als erwartet. Einige Ziele können durch eine konkrete Produktänderung erreicht werden. Andere erfordern mehrere Jahre Zusammenarbeit, Lernen und Entwicklung.
Die Ziele für 2026 geben uns eine klare Richtung. Sie erleichtern die Priorisierung unserer Arbeit und verbinden Nybos langfristige Ambitionen mit konkreten Maßnahmen im kommenden Jahr.